Die Lamaria-Kirche von Ushguli in der georgischen Region Swanetien bietet unzählige Wanderrouten zwischen faszinierenden Berggipfeln, klaren blauen Seen und abgelegenen, von Menschenhand geschaffenen Strukturen (Foto: Getty Images)

Die drei Länder des Kaukasus – Georgien, Armenien und Aserbaidschan – bieten eine aufregende Mischung aus majestätischen Berglandschaften, wunderschönen Klöstern und Moscheen, pulsierenden Städten und einigen der köstlichsten und einzigartigsten Gerichte der Welt. Durch ihre Lage zwischen Europa und Asien zeichnen sich diese Länder durch ein besonderes Erbe aus, das sie in Verbindung mit ihrer ursprünglichen Umgebung zu einem einzigartigen Reiseziel macht.

Die Kaukasusregion im Überblick

Die drei Kaukasusrepubliken sind relativ kleine Länder. Aserbaidschan, das flächenmäßig größte, ist mit 86.600 Quadratkilometern etwa so groß wie Österreich. Georgien ist mit 69.700 Quadratkilometern etwas kleiner als Irland, wogegen Armenien mit 29.743 Quadratkilometern nicht viel kleiner als Belgien ist. Eine umfassende Reise, die alle Highlights der drei Länder abdeckt, kann zwei bis drei Wochen dauern. Die Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan ist geschlossen, aber beide Länder haben offene Grenzen zu Georgien, die mit dem Zug, Bus oder Taxi erreicht werden können. Außerdem gibt es regelmäßige Flugverbindungen zwischen Tiflis und Eriwan oder Baku.

Die Kaukasusländer, die einen Großteil ihrer Geschichte den mächtigeren Nachbarn unterworfen waren, haben einen sehr ausgeprägten Nationalstolz. Georgien und Armenien rühmen sich, zu den ersten Nationen gehört zu haben, die das Christentum angenommen haben, während Aserbaidschan auf die erfolgreiche Einführung eines säkularen islamischen politischen Systems verweist. Alle drei Länder sind bekannt für ihre Gastfreundschaft, die sie zu überaus reizvollen Reiseländern macht.

Natur pur: Berge und Seen im Kaukasus

Georgiens mächtiger Berg Kazbek

Eines der aufregendsten Erlebnisse im Kaukasus ist die mehrtägige Besteigung des mächtigen georgischen Berges Kazbek (Foto: Getty Images)

Egal, ob Sie gerne wandern, Ski fahren oder einfach nur die Landschaft genießen möchten, der Kaukasus hält zahlreiche Möglichkeiten bereit. Die georgische Svaneti-Region lädt zu unzähligen Wanderungen zwischen faszinierenden Berggipfeln und klaren blauen Seen ein, während die Wanderungen rund um Xinaliq – Europas höchstgelegenes Dorf im Norden Aserbaidschans – einfacher, aber nicht weniger spektakulär sind. Wer eine echte Herausforderung sucht, sollte den höchsten Berg Armeniens, den Aragats, oder die mehrtägige Besteigung des mächtigen georgischen Kazbek in Angriff nehmen.

Für Wintersportler gibt es in der Region ebenfalls eine Vielzahl von Freizeitangeboten. Besonders empfehlenswert ist das armenische Tsaghkadzor, das als ausgezeichnetes Skigebiet gilt. Übernachten Sie im Tsaghkadzor Marriott Hotel, wo Sie sich nach einem langen Tag auf der Piste wunderbar entspannen können. Auch Aserbaidschan bietet fantastische Möglichkeiten zum Skifahren, vor allem im Skigebiet von Shahdag, wo Sie das Pik Palace Shahdag Autograph Collection gebührend empfängt. Sollte Skifahren nicht auf Ihrem Reiseplan stehen, lohnt sich ein Besuch im georgischen Rooms Hotel Kazbegi. Von dessen Zimmern aus haben Sie einen herrlichen Blick auf den Berg Kazbek, der die Dreifaltigkeitskirche Gergeti überragt.

Stille Besinnung: beeindruckende Kirchen, Klöster und Moscheen

UNESCO-gelistetes Haghpat-Kloster

Fahren Sie durch die armenische Debed-Schlucht und besuchen Sie das stimmungsvolle, von der UNESCO ausgezeichnete Haghpat-Kloster (Foto: Getty Images)

Armenien und Georgien gehörten zu den ersten Ländern der Welt, die das Christentum annahmen. In den fast zwei Jahrtausenden, in denen diese Religion gepflegt wurde, sind Hunderte von prächtigen Kirchen und Klöstern entstanden, die sich oft an besonders reizvollen Orten befinden. 

In Armenien sollten Sie eine Fahrt durch die Debed-Schlucht unternehmen, wo Sie die stimmungsvollen Klöster Sanahin und Haghpat besichtigen können. Die Klöster wurden von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und zählen zu den schönsten Kirchen des Landes. Noravank, das in einer malerischen Schlucht im Süden des Landes gelegen ist, bildet einen weiteren Höhepunkt: Besuchen Sie das Kloster möglichst am Abend, wenn die untergehende Sonne das orangerote Gestein zum Leuchten bringt.

Georgien verfügt ebenfalls über eine Vielzahl sehenswerter Klöster und Kirchen: Fahren Sie in Richtung Osten nach Telawi, um den Klosterkomplex von Gremi mit seinen beeindruckenden mittelalterlichen Fresken sowie die friedliche kathedralenartige Kirche von Alaverdi zu besichtigen. Bei einem Aufenthalt in Tiflis sollten Sie unbedingt die alte Anchiskhati-Basilika besichtigen, die nur eine Viertelstunde vom hellen, einladenden Moxy Tbilisi Hotel entfernt liegt. Für eine ganz andere Erfahrung sollten Sie sich in den Süden nach Vardzia begeben, wo Sie ein riesiges troglodytisches Kloster finden werden, das in eine steile Felswand gehauen wurde.

Kirchen und Klöster sind natürlich auch in Aserbaidschan zahlreich vorhanden, vor allem im Norden. Das Land ist jedoch eher für seine historischen Moscheen bekannt. Die Stadt Shamakhi, westlich von Baku, beherbergt die vielleicht schönste Moschee des Landes: die Juma-Moschee aus dem Jahr 743 ist eine der ältesten im Kaukasus und ein beeindruckendes, elegantes Bauwerk mit einem wunderschönen Portal und prächtigen Kacheln.

Chinkali, Chatschapuri und Khoravats: Köstlichkeiten der kaukasischen Küche

Khachapuri

Eine köstliche Kombination aus Brot, Käse und manchmal auch Ei – Chatschapuri sind ein Muss für jeden Georgien-Besucher (Foto: Getty Images)

Der Kaukasus bietet eine große Vielfalt an köstlichen Gerichten, die zum Probieren einladen. Zu den besonderen Highlights gehören Chinkali, köstlich gegarte Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen, und die köstlichen Chatschapuri, ein georgischer Brotteig, der vor dem Backen mit Käse gefüllt wird. Besonders lecker ist die adscharische Variante, die auch Ei enthält. In Batumi empfiehlt es sich, dieses beliebte Gebäck im Restaurant Retro zu kosten.

Alle drei Länder haben sich auf gegrilltes Fleisch spezialisiert, das in Armenien als Khorovats, in Georgien als Mtsvadi und in Aserbaidschan als Shashlik bekannt ist. Es wird zweifelsohne das schmackhafteste und zarteste Lamm- oder Schweinefleisch sein, das Sie jemals probiert haben. Im Anschluss können Sie sich an einigen der einzigartigen Desserts der Region laben, darunter Aserbaidschans exzellente, baklavaähnliche Halva oder Georgiens kerzenförmige Churchkhela, die aus Traubensaft, Mehl und Walnüssen zubereitet werden.

Erstaunliche Architektur: Von der Sowjetzeit bis heute

Die prachtvollen Flammentürme in Baku

Aserbaidschans prachtvolle Flammentürme sind ein imposanter Anblick im Herzen von Baku (Foto: Getty Images)

Die einzigartige Lage des Kaukasus zwischen Europa und Asien hat ein faszinierendes architektonisches Erbe hervorgebracht. Reisen Sie nach Eriwan, um das Erbe der Sowjetära zu bestaunen: dazu gehören der Kaskadenkomplex, eine riesige Skulpturengalerie unter freiem Himmel, und das wunderschöne Armenia Marriott Hotel Yerevan, das in den 1950er Jahren als Teil des prächtigen Ensembles am Platz der Republik erbaut wurde.

Aserbaidschan wiederum richtet seinen Blick in Baku in die Zukunft. Hier finden Sie bemerkenswerte innovative Architektur wie das Aserbaidschanische Teppichmuseum, das von außen einem aufgerollten Teppich gleicht, und das von der mehrfach preisgekrönten Zaha Hadid entworfene Heydar Aliyev Center mit seinen weichen, fließenden Kurven. Baku hat aber auch die Vergangenheit nicht vergessen: Gebäude wie das Courtyard by Marriott Baku erinnern an den eleganten Charme der kaiserlichen Geschichte der Stadt aus dem 19. Jahrhundert.

Die georgische Architekturszene schafft den perfekten Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft: Auf jedes prächtige Kaufmannshaus aus dem 18. Jahrhundert in der Altstadt von Tiflis folgt ein futuristischer Gegenentwurf. Versäumen Sie nicht das Tifliser Geschichtsmuseum, das in einer ehemaligen Karawanserei untergebracht wurde. Übernachten Sie außerdem unbedingt im glänzenden Sheraton Batumi Hotel, das vom antiken Leuchtturm von Alexandria inspiriert wurde und als "weiße Perle des Schwarzen Meeres" bekannt ist.

Georgien und Armenien: Die Wiege des Weinbaus

Weinkeller im Kaukasus

Der Kaukasus hat ein reiches Erbe in der Weinherstellung: Sowohl Georgien als auch Armenien beanspruchen für sich, das Getränk erfunden zu haben (Foto: Getty Images)

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Kaukasus der erste Ort war, an dem antike Völker das enorme Potenzial des Kelterns von Trauben und des Gärens des Saftes erkannten. Sowohl Georgien als auch Armenien behaupten, den Wein erfunden zu haben. Bei einer archäologischen Expedition im Süden Armeniens wurde die vermutlich erste Weinpresse der Welt entdeckt, die mehr als 6.000 Jahre alt ist. Die Weinherstellungstechniken wurden in der Zwischenzeit verfeinert. Heutzutage produziert die Region mehrere ausgezeichnete Jahrgänge. Machen Sie sich auf den Weg nach Telavi oder Sighnaghi in Georgien und nehmen Sie an einer Weinverkostung teil, die auf dem international renommierten Weingut Pheasant's Tears ihren Höhepunkt findet. Alternativ können Sie auch die Weinberge der armenischen Region Areni erkunden, wo Sie sich auf keinen Fall die fabelhafte Old Bridge Winery entgehen lassen sollten.

Das Land des Feuers: Aserbaidschans geologische Besonderheiten

Die brennende Landschaft des Yanar Dag

Die ständig brennende Landschaft des Yanar Dag ist eine der geologischen Besonderheiten, die Aserbaidschan den Beinamen „Land des Feuers“ eingebracht haben (Foto: Getty Images)

Aserbaidschans leuchtende Flammentürme im Herzen von Baku verkörpern eine moderne architektonische Interpretation seines Beinamens: das Land des Feuers, ein Titel, den das Land dank seiner zahlreichen geologischen Kuriositäten trägt. Marco Polo soll bei seinem Besuch im 13. Jahrhundert als Erster die reichen Erdölvorkommen des Landes bemerkt haben. Heute ist Aserbaidschan wahrscheinlich der einzige Ort der Welt, an dem Sie in einem Erdöl-Spa ein Bad in Naftalan-Öl nehmen können. Zu den weiteren geologischen Attraktionen, die man in der Nähe von Baku unbedingt gesehen haben muss, gehört der Yanar Dag, ein Berghang, der dank des entzündeten Erdgases unter seiner Oberfläche unaufhörlich brennt. Des Weiteren sollten Sie die bemerkenswerten, drei Meter hohen Schlammvulkane im Qobustan-Nationalpark besichtigen. Die Kessel mit dem blubbernden, kalten Schlamm werden oft von den Einheimischen genutzt, die auf die gesundheitlichen Vorteile schwören.

Veröffentlicht am: Mai 08, 2024

Artikel-Tags:  Armenia , Georgia , Azerbaijan

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